Jubiläum bei der Schreinerei Dannecker in Holzgerlingen

aus dem Marktblatt vom Mittwoch, 20. April 2016

Schreinergesellin Ulrike Welz ist seit 25 Jahren „an Bord“


Das Schreinerhandwerk hat Tradition in Holzgerlingen. Aus dieser  Schreiner-Tradition entwuchs auch die Firma Dannecker, die 1895 von Konrad Binder gegründet wurde. Heute ist das Familienmitglied Thomas Maurer, Schreinermeister und Techniker, Inhaber des Unternehmens. Fachlich beste Voraussetzungen mitbringend und mit mehreren Mitarbeitern dem individuellen Möbelbau verschrieben, hat sich Thomas Maurer einen weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannten Ruf geschaffen.

Mit dazu beigetragen hat Ulrike Welz, die dieser Tage auf 25 Jahre Tätigkeit im Hause Dannecker zurückblicken darf.

„Ich war schon in der Schule der praktische Typ,“ sagt sie auf die Frage, wie sie zum Handwerk gekommen sei. Technik und insbesondere die Arbeit mit Holz habe sie von Anfang an begeistert. Nach der Lehre beim ehemaligen Ladenbau Schaub in Ehningen war die Firma Dannecker ihr erster Arbeitgeber als Gesellin – und ihm ist sie treu geblieben.

Voll des Lobes Chef Thomas Maurer, er kann sich auf Ulrike Welz verlassen, ihre Erfahrung und Können hat sie nicht nur in der Werkstatt sondern auch auf den Baustellen unter Beweis gestellt. „Wir sind der Qualität und unseren Kunden verpflichtet“, das sehen beide so und sind deshalb auch Ansprechpartner für knifflige Lösungen, Funktionalität  und modernes Design. Die Zeit bringt es natürlich mit sich, dass sich der Schreiner mit neuen Werkstoffen und Verarbeitungstechniken vertraut machen muss – bei Dannecker eine Selbstverständlichkeit.

Auzubildende: Mangelware!


In der Schreinerei Dannecker wird auch ausgebildet, leider ist die Nachfrage nach solchen Ausbildungsplätzen eher rückläufig. Und: es ist schwer an zuverlässige Fachkräfte zu kommen, so der Chef, „wir suchen händeringend, und das seit Jahren ...!“ Jedes Jahr werden es weniger Lehrlinge in den Klassen – viele nutzen den Ausbildungsberuf auch als Einstieg in ein Studium, wie das der Architektur zum Beispiel.

„Schade eigentlich, denn wir sind sehr kreativ und zu sehen, was man mit eigenen Händen aus einem Stück Holz geschaffen hat – das hat schon was...,“ so beide unisono. Bleibt zu hoffen, dass sich die Lage am Ausbildungsmarkt wieder bessert und Holzgerlingen die Betriebe mit Tradition erhalten bleiben.

Glückwunsch jedenfalls an Ulrike Welz, mit einem Blumenstrauß  und einem Vesper für die Mitarbeiter wurde das Jubiläum begangen – und dann ging es fix zurück an die Arbeit.

Text/Bilder: ast


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